Kassel Archlabor

In einer Industriebrache in der Kasseler Nordstadt soll der Campus der Hochschule erweitert werden. Dieser Standort ist benachbart zur Hochschule und direkt angebunden mit der Innenstadt von Kassel. Er ist geprägt durch die industrielle Entwicklung im 19. Jahrhundert. Die Universität Gesamthochschule Kassel wurde in den 70er Jahren gegründet. Mit der Zeit entwickelte sich die Nordstadt vom gewerblich industriellen zum Dienstleistungs-u. Wissenschaftsstandort.

Der Bedarf an Büro- u. Arbeitsplätzen für Architekturstudenten der Hochschule ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Deshalb wird eine Umnutzung der Halle C (Bestandsgebäude) als Studentenarbeitshaus vorgeschlagen. Zu diesem denkmalgeschützen Bestand ist hier ein Neubau Labor- u. Büronutzung für eine Nutzungsüberschneidung zur Gebäudeflucht Halle C angedacht. Die Überschneidung Haupttrakte (Hörsaal) Richtung Gesamthochschule Kassel (GHK) bilden städtebaulich die Bezüge zum Bildungszentrum der Stadt, dem Landschaftsraum und der GHK.

Der Neubau in Form einer Schleife schafft diese Nutzungsverbindungen. Nach Außen geschlossen, existiert Innen ein fließendes Wegesystem welches den Raum und dessen Nutzung verbindet. Die Überschneidung der Haupttrakte (Hörsaal) schafft das Foyer und eine Fuge zwischen dem Alt- u. Neubau dient als Passage. Eine Stahlkonstruktion greift in den Altbestand ein. Die Nord-, Süd- u. Westfassaden der Halle C werden erhalten. Die Ostfassade wird mit gebäudehohen Glaselementen ersetzt. Im Inneren sind Arbeitsebenen auf getreppten Stahlträgern gelagert. In Anlehnung an einer Idee des Zeltes als Archetyp wurden einzelne Arbeitsboxen entwickelt, die auf den Gemeinschaftsebenen flexibel installiert werden können. Die Leichtkonstruktion der Boxen mit Ihrer Textilbespannung ermöglichen so Gruppen- bzw. Einzelarbeit.

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